Science Slam Beiträge im Überblick

Das Leben als Maiskolben in unserer Vielwisser Gesellschaft

Maximilian Fochler, Victoria Neumann, Daniela Schuh (Institut für Wissenschafts- und Technikforschung)

Die EU droht auseinander zu reißen, nicht durch Kriege, Finanzkrisen oder Terrorismus! Nein! GMOs, erforscht und produziert in Laboratorien und gefeiert als technologisches Meisterwerk, sind dabei den Kontinent zu erobern! Besorgte Bürgerverbände streiten mit Politikern über Verbote und geeignete Regelungen. Wissenschaftliche Expertise kommt bei diesen Aushandlungen eine besondere Bedeutung zu. Wird es die Wissenschaft schaffen, uns zu helfen das Richtige zu tun? Wie wird uns dieser Science Slam dabei unterstützen? Es erwartet Sie ein spannender Slam über Maiskolben, Einheitsgedanken, Identität und die Rolle von Wissenschaftskommunikation!

Pünktchen und Anton reloaded

Hanna Mayer, Martin Nagl-Cupal (Institut für Pflegewissenschaft)

Vor dem Hintergrund des wohl bekannten Kinderbuchs "Pünktchen und Anton" von Erich Kästner aus dem Jahr 1931 möchte der Science Slam gerne einen Einblick in die Forschungen des Instituts für Pflegewissenschaft über pflegende Kinder und Jugendliche geben. Pünktchen und Anton, nunmehr erwachsen, treffen sich nach vielen Jahren wieder. Anton, ursprünglich aus sehr armen Verhältnissen, hat in der Kindheit seine kranke Mutter gepflegt. Er erzählt, was aus ihm geworden ist und was die Erfahrung, ein Young Carer gewesen zu sein, aus ihm gemacht hat.

Stone Age Economics. Jäger und Sammler im Regenwald, oder Wie funktioniert Realkommunismus?

Khaled Hakami (Institut für Kultur- und Sozialanthropologie)

Rund 95% der gesamten Menschheitsgeschichte haben wir als Jäger und Sammler(innen) zugebracht. Diese Gesellschaftsform basiert in der Regel auf dem Prinzip der politischen, sozialen und ökonomischen Gleichheit. Eine kleine, nomadische Gesellschaft in den verbliebenen Regenwäldern Südthailands hat folglich weder Anführer noch Eigentum. Aber wie "funktioniert" reale gesellschaftliche Organisation ohne Hierarchie? Ein kurzer Versuch der Erklärung anhand eigener Feldforschungen (mit persönlichen Bemerkungen zum mühsamen Leben eines durchschnittlichen Mitteleuropäers in einer völlig anderen Welt).

War of Pictures. Austrian Press Photography 1945-1955

Fritz Hausjell, Marion Krammer, Margarethe Szeless (Institut für Publizistik- und Kommunikationswissenschaft)

In den Illustrierten der unmittelbaren Nachkriegszeit stößt man auf abertausende Fotografien, gleichsam auf das kollektive Bildgedächtnis eines Landes – eingefroren in den großen wie kleinen Momenten des Tagesgeschehens. Unser Projekt unternimmt den Versuch, die Urheber dieser Bilderflut biografisch zu erforschen sowie die Bilder nach ihrem ideologischen Gehalt im beginnenden Kalten Krieg zu befragen.