Kurt Rothschild Preis 2020 an WissenschafterInnen der Fakultät für Sozialwissenschaften

Politikwissenschafter Ulrich Brand und Soziologe Jörg Flecker ausgezeichnet

Herzliche Gratulation!

Das Karl-Renner-Institut und der SPÖ-Parlamentsklub vergeben den Kurt Rothschild Preis für Wirtschaftspublizistik. Der Preis erinnert an die großen Leistungen des österreichischen Ökonomen, der mit seinem Wirken Wissenschaft, Politik und Gesellschaft in Österreich nachhaltig geprägt hat. Insbesondere seine Zeit im Exil – als Sozialist jüdischer Herkunft musste Rothschild nach dem Einmarsch Hitlers aus Österreich fliehen – hat dazu beigetragen, dass Kurt Rothschild immer einen sozialen Anspruch an die als Wissenschaft betriebene Ökonomie gestellt hat.

Kurt Rothschild hat in seinem Werk wiederholt dafür plädiert, ökonomische Fragestellungen in einen breiten Kontext zu stellen. Politische Ökonomie hat sich der wechselseitigen Abhängigkeit von Wirtschaft, Gesellschaft und Natur zu stellen, um relevante Ergebnisse zu erzielen und die soziale, politische und ökologische Bedingtheit wirtschaftlicher Prozesse in angemessener Weise zu berücksichtigen (Rothschild, 1989). Der Kurt-Rothschild-Preis 2020 wird speziell an WissenschafterInnen verliehen, die diese Herausforderungen annehmen und in ihren Werken zentralen wirtschaftspolitischen Fragen analytischen Raum geben.

Ulrich Brand wurde für „Gewerkschaften und sozial-ökologische Transformation. Einsatzpunkte und Herausforderungen“ ausgezeichnet.

Carina Altreiter, Jörg Flecker, Ulrike Papouschek, Saskja Schindler und Annika Schönauer erhielten den Preis für „Umkämpfte Solidaritäten. Spaltungslinien in der Gegenwartsgesellschaft“.


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